Berta Brupbacher-Bircher (1870-1951)

«Im Sanatorium meines Bruders wurde mir die Aufgabe gestellt, die Küche der Forderung einer auf neuen Forschungen basierenden Diätetik anzupassen.» So beschreibt Berta Brupbacher-Bircher 1927 im Vorwort des «Wendepunkt-Kochbuches» ihre damalige Funktion im Sanatorium auf dem Zürichberg. Die jüngere Schwester des bekannten Arztes Maximilian Bircher-Benner wurde 1870 als Berta Luise Bircher in Aarau geboren. 1891 heiratete sie den Kaufmann Jakob August Brupbacher. Die Ehe blieb kinderlos, und ihr Mann starb 1906. Als Nachfolgerin ihrer Schwester Alice von Brasch-Bircher übernahm Berta Brupbacher von 1910 bis 1944 die Leitung der Bircher-Benner-Klinik, wozu auch die Verantwortung für die Küche gehörte. Unterstützt wurde sie dabei von der Chefköchin Babette Baumann.

 

Berta Brupbacher erwarb sich durch ihre Fürsorglichkeit in der Klinik den Ruf einer «Mutter der Patienten», hatte jedoch auch einen ausgeprägten Familiensinn. Oft besuchte sie die Familie ihrer Schwester Alice im Baltikum. Die enge Bindung zu den Nichten und Neffen von Brasch erwies sich sicher besonders hilfreich, als diese nach dem frühen Tod ihrer Mutter 1916 zu ihren Verwandten in die Schweiz kamen. Berta starb 1951 in Zürich und wurde, wie ihr Bruder Maximilian, auf der Familiengrabstätte im Zentralfriedhof beigesetzt.